Es ist Sommer und viele sind in den langersehnten Ferien. Wie immer in den Sommermonaten verlassen viele Aachener die Stadt, es wird ruhiger. Vorher jedoch war umso mehr los: viele Events, Straßenfeste und auch zahlreiche Aktivitäten des ADFC rund um das Rad haben stattgefunden und darüber möchten wir berichten.
Das Hauptereignis war die Präsentation des Fahrradklima-Tests 2024 Einen ausführlichen Bericht mit allen Ergebnissen gibt es hier
Dieser Newsletter ist für immer zu finden unter https://speicher.adfc-ac.de/newsletter/2025-02/
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Zur weiteren Lektüre empfehlen wir die Newsletter des ADFC Landesverbands NRW und von ProRad Düren.
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Mit fahrradfreundlichen Grüßen
Das Newsletter-Team
Aachen gehört laut aktuellem ADFC-Fahrradklima-Test 2024 zu den fahrradfreundlichsten Städten seiner Größe: Mit der Schulnote 3,8 belegt unsere Stadt Platz 7 von 25 (200.000–500.000 Einw.) und Platz 3 im NRW-Vergleich. Besonders positiv bewertet wurden die Fahrradförderung der letzten Jahre, die aktive Bewerbung des Radverkehrs sowie die Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung.
„Dass die Aachener:innen zunehmend im Alltag das Rad nutzen, ist ein Gewinn für alle“, so ADFC-Vorsitzender Ben Jansen. „Jetzt braucht es mutige Konzepte für die Kommunalwahl: sichere Radwege auf Hauptstraßen, autoarme Nebenstraßen und sichere Kreuzungen.“
Der ADFC sieht die Ergebnisse als klaren Arbeitsauftrag an die Lokalpolitik: Zwar ist ein positiver Trend erkennbar, doch Konflikte mit dem Kfz-Verkehr, fehlende Sicherheit und häufige Fahrraddiebstähle bleiben zentrale Kritikpunkte. Die Radfahrenden wollen im Straßenverkehr gleichberechtigt behandelt werden.
Besonders erfreulich: Aachen wurde mit dem Sonderpreis „Miteinander im Verkehr“ ausgezeichnet – ein Achtungserfolg, auch wenn beim Überholen mit Abstand (Note 4,7) noch erheblicher Nachholbedarf besteht.
Es gab zahlreiche Infostände, aber auch Angebot wie Rhönradfahren oder eine kostenlose Radwäsche in der Fahrradwaschanlage. Der Stand des ADFC war gut besucht, vor der großen Pinwand mit der aktuellen Aachener Verkehrskarte wurden konstruktive, aber auch hitzige Diskussionen geführt, welche Erneuerungen gefallen den Radler\*innen, wo gibt es unbedingt und immer noch Handlungsbedarf, was geht gar nicht… Anregungen, Kritik und nach wie vor viele Wünsche an die Verkehrspolitik. Und natürlich wurde wieder fleißig codiert.
Am 11. Mai fand der 3. Brander Fahrradtag statt, organisiert von der Stadtteilkonferenz Aachen-Brand und den Schulen im Bezirk. Etwa 200 Personen, überwiegend Schüler\*innen und ihre Familien, fuhren gemeinsam eine große Runde, die auch an allen vier Schulen vorbeiführte. Abgesichert durch Polizei und Ordner\*innen ging es dann auch über Straßen, an denen sichere Radwege noch fehlen, etwa die Freunder Landstraße. Wieder am Brander Markt angekommen, konnten die Kinder auf einem Parcours ihr Geschick auf dem Rad trainieren, unter anderem beim zielgenauen Bremsen und beim einhändigen Fahren.
Ca. 80 kleinen und großen Radfahrende machten sich gemeinsam stark für sichere und kinderfreundliche Radwege.
Für eine Überraschung sorgte die Oberbürgermeisterin, die ganz ohne Einladung erschien, das Gespräch mit Teilnehmenden suchte und großes Interesse an den Wünschen der Kinder und Eltern zeigte. Besonders gefreut hat uns: Ihr städtisches Dienstrad ziert jetzt ein Kidical Mass Aufkleber – ein sichtbares Zeichen ihrer Unterstützung.
Neben der Fahrraddemo konnten vor Ort Räder codiert und viele gute Gespräche über Mobilität, Sicherheit und Infrastruktur geführt werden. Die Kinder fuhren konzentriert, sicher und mit großer Freude – ein starkes Zeichen für kindgerechte Mobilität.
Ein besonderer Dank geht an unsere engagierten Ordner:innen und die Polizei, die die Veranstaltung souverän und freundlich begleitet haben.
Leider war trotz vorheriger Pressemitteilung kein lokales Pressemedium vor Ort. Das bedauern wir sehr – denn die Kinder und Familien hätten Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit mehr als verdient.
Die nächste Kidical Mass ist bereits in Planung – und wir hoffen, dass dann nicht nur viele Räder rollen, sondern auch die Presse hinschaut.
Das nächste Mal rollen wir am 21. September mit der Herbst-Edition durch Aachen-Innenstadt!
Das Wetter sah morgens nicht gut aus für eine schöne Fahrradtour. Aber gegen Mittag wurde der Regen durch die Sonne verdrängt, beste Voraussetzungen also. Dies war die zweite Kidical Mass in Herzogenrath, die vierte im Nordkreis. Begleitet von 4 Polizeiwagen und einem Motorradpolizisten sind wir mit nur 20 Kindern und Erwachsene eine Runde durch Kohlscheid gefahren. Ganz besonders war wieder das fahren auf der Roermonder Straße, wo wir sonst den nicht so guten Radweg verwenden müssen. Schade dass es so wenig Teilnehmende hab. Die Tour war trotzdem schön, alle hatten ihren Spaß.
Der ADFC hatte sich etwas besonderes für den Auftakt zum Stadtradeln überlegt: Die Tourenleiter\*innen Karin, Hans, Uwe und Karl-Peter boten ein „Anradeln“ mit vier unterschiedlichen kostenlosen Touren an.
Treffpunkt war ab 10:30 Uhr auf dem Neumarkt im Frankenberger Viertel. Stephanie Küpper, Projektleiterin der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“, informierte mit einem Infostand zum Stadtradeln und zu den Aktivitäten ihres Projekts und begrüßte die Teilnehmer\*innen.
Nicht nur die Fahrradfreund\innen für die Touren fanden sich ein, sondern auch drei Rikschas, die sogenannten Flaniermobile, um das soziale Fahrradprojekt der Caritas zu präsentieren. Hier bieten ca. 40 ausgebildete ehrenamtliche Rikscha-Pilot\*innen Rikscha-Fahrten für Senior\innen sowie mobilitätseingeschränkte Personen an.
Alle Touren waren gut besucht: Karin fuhr mit einer kleinen Gruppe von Eltern und Kindern eine 18 km-Runde durch den Aachener Wald, mit Pausen an Weihern und Spielplätzen, Hans fuhr mit seiner Gruppe 47 km „durchs Butterländchen“.
Uwes ambitionierte 90 km lange Tour führte von der Brunssumer Heide bis zum Carl-Alexander-Park und Karl-Peter startete zu einer 38 km langen Runde durchs Inde- und Wurmtal mit einer Einkehr im Biergarten im „Steinbachshochwald“.
Und unser Ergebnis: Vom 1. bis zum 25. Juni sind wir mit 26 Radelnden insgesamt 11563 km gefahren!
Zusätzlich zum Versand an alle Mitglieder ist sie wie immer auf unserer Webseite zu finden und liegt an ca. 150 Stellen in Aachen aus. Meldet euch gerne bei uns, wenn ihr noch Geschäfte, Kneipen, Cafés oder andere Orte kennt, an denen auch noch Luftpumpen ausgelegt werden könnten. Habt ihr Zeit und Lust, zweimal im Jahr Luftpumpen zu verteilen? Dann meldet euch bitte unter info@adfc-ac.de.
Am Mittwoch dem 16.7. wurde ein neuer Radweg in Stolberg/Gressenich offiziell an die Radfahrenden übergeben. Es ist die Verbindung zwischen Gressenich und Werth und hat dadurch Anschluss an den Radweg von Mausbach kommend und weiter durch Werth führend zur Straße Am Allmanshof und weiter zum Radweg entlang der Hastenratherstrasse, die nach Stolberg führt.
Das Netz ist noch lange nicht geschlossen doch langsam bewegt sich Stolberg weiter in Richtung Verbesserung der Radinfrastruktur für schnelle, sichere und angenehme Wege für den Radverkehr.
Auch im August codiert der ADFC wie gewohnt an jedem 2.Samstag im Monat auf dem Gelände der AWO in der Bayernallee 3-5. Alle Infos dazu gibt es hier
Wir bereiten unsere diesjährige Klausurtagung vor. Am 27. und 28. September treffen sich alle interessierten Aktiven für ein Wochenende in der Jugendherberge, Maria-Theresia- Allee. Was haben wir erreicht, was sind unsere Ziele, wie können wir mehr Aktive für unsere Arbeit begeistern, wie bekommen wir Unterstützung für eine bessere Verbreitung unserer Arbeit in den sozialen Medien.Dies sind nur einige Themen als Grundlage für viele hoffentlich spannende Diskussionen.
Im Juli und August wird im Eine Welt Haus an der Schanz saniert, Außenwände werden gedämmt und Fenster erneuert. Trotzdem ist die Geschäftsstelle wie gewohnt montags von 10-12 und donnerstags von 17-19 Uhr geöffnet.
Die Aachener Touren im ADFC-Tourenportal
Montag, 18. 8. 2025, 18.00 Uhr
„Fahren bis es dunkel wird“
Treffpunkt: Neumarkt
35 km, Schwierigkeitsgrad: einfach
Details
Samstag, 23. 8. 2025, 10.00 Uhr
„Wasserschlösser und blühende Heide“
Treffpunkt: Westpark, Eingang Lochnerstraße
67 km, Schwierigkeitsgrad: mittel
Details
Sonntag, 24. 8. 2025, 10.00 Uhr
„Art-Tour nach Heerlen“
Treffpunkt: Lochnerstraße, Eingang Westpark
55 km, Schwierigkeitsgrad: mittel
Details
Samstag, 13. 9. 2025, 10.00 Uhr
„Auf und ab durchs Heuvelland“
Treffpunkt: Westpark, Eingang Lochnerstraße
67 km, Schwierigkeitsgrad: schwer
Details
Ein (schon etwas älterer) Bericht von einem Nachbarn im Süden. Womöglich ist das Fazit, das schon im Titel steht, aber auch bloß Ausdruck einer Hoffnung: Der Zenit des Wahnsinns im Verkehr ist bald schon überschritten
In Österreich lässt ein Urteil vom Obersten Gerichtshof Radfahrer wie Juristen ratlos zurück. Wer ohne Helm mit einem E-Bike völlig schuldlos in einen Unfall gerät, träg automatisch eine Teilschuld, weil Radfahren ja so gefährlich ist.
Über die seltsame Sprache bei Verkehrsunfällen und warum das Verniedlichen von Verkehrsunfällen aufhören muss.
In Zürich wurde statt einer Autobahnen lieber eine Veloverbindung gebaut: Der Stadttunnel
Wie sich reduzierte Geschwindigkeit auf Unfälle auswirkt: »Tempo 30 in Bologna: Von sechs auf null tote Fußgänger«
Das kommt auch hierzulande an: »Mainz führt wieder Tempo 30 ein«
Ein Versuch gegen »Elterntaxis« wurde vor der Palenberger Grundschule unternommen. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor
Niedersachsen hat nachgemessen und ist zu dem Ergebnis gekommen, „dass Tempo 30 im Vergleich zu Tempo 50 viele Vorteile bringt.“ – „Aus den vorläufigen Ergebnissen geht hervor, dass der Verkehrsfluss bei Tempo 30 flüssiger ist. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das weniger Staus und Wartezeiten.“ Weiterlesen geht beim NDR
Der neue heiße Scheiß sind »Superblocks« Was das überhaupt ist und vor allem was es nutzt, zeigt uns der MDR in einem kurzen (8 Minuten) Video. Und siehe da: Einiges davon haben wir auch hier im Westen schon gesehen.
Straßen.NRW zeigt uns eine beeindruckende Übergangslösung für einen Radweg. Das gezeigte Bild sieht schon sehr nach Verkehrswende aus. Im Text werden zwar »Piktogrammketten« erwähnt – für uns sieht das, wenn überhaupt, allerdings mehr nach einer Piktogrammbrosche aus.
Prof.Dr. Knie sagte in interview mit Utopia, dass wir in 10 Jahren privat keine Autos mehr besitzen werden und spricht über die sich verändernde Mobilität.
Dann noch einige Neuigkeiten zur Technik. Bosch gibt einer seiner Motorvarianten mehr Drehmoment, per Softwareupdate. Wer sein Fahrrad mit dem Auto transportieren will, findet hier einen Test von Farradträgern. Wer sein Fahrrad häufiger zum Beispiel in der Bahn mitnehmen möchte, kann sich im Testbericht zu Klapprädern informieren.
Zum Schluss berichtet die TAZ über über das Verhältnis mancher Leute zu ihren Elektrorädern. Erinnert irgendwie an die Liebe mancher Zeitgenossen zu ihrem vierrädrigen Blech.
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